Donnerstag, 5. Februar 2015

Ein Schritt vor und drei zurück

Jetzt war ich doch eigentlich schon weit gekommen bis zum letzten Sommer. Habe mich nicht mehr so vereinnahmen lassen vom Stress im Job, der dazu führte, dass mein Körper stoffwechseltechnisch total verrückt spielt. Habe eine vierstellige Summe für TCM und Akkupunktur ausgegeben, damit ich wieder ins Gleichgewicht kam (die Stunden auf der Autobahn gar nicht mitringerechnet). 

Und mit der Pause vom Kiwu habe ich auch Pause von allen (wirklich allen Medikamenten oder sonstigen in Form von Pillen notwendigen Mitteln gemacht). 

Und dann folgte große Ungewissheit im Job, große Veränderungen und ständige Hiobsbotschaften - und tada: 

der Rückfall in alte Muster. 

Und alle Mühe umsonst. Erst die langsame, schleichende Gewichtszunahme, peau a peau wurden die Hosen wieder enger, fing der BH an, gemeine Druckstellen zu hinterlassen. PMS, bzw. der betonharte Busen kehrte wieder zurück, als Zeichen meines Körpers "ätsch, mich wirst du nicht los" und kündigte so wieder die nächste Mens an. 

Bis es mir gesundheitlich - und mental so mies ging wie im letzten Januar. Und im Januar davor. Komisch, obwohl der Januar eigentlich für mich keine eigenen negativen Erfahrungen bereithielt bisher - weder Fehlgeburt noch einer der 5 fehlgeschlagenen Versuche fand im Januar statt - ist er praktisch der Monat mit Depressionsgarantie für mich. Der Monat, in dem ich gefühlt mehr verkraften muss als im Rest des Jahres. 

Endlich ist er aber vorbei und der Februar hat mit einem Kurzurlaub in meinem persönlichen kinderfreien "Wonderland", meiner Oase begonnen und ich habe nun wieder Kraft, weiter zu machen. Nach einem Schritt vor und dreien zurück geht's jetzt wieder nach vorn. 

Über die Richtung bin ich mir noch nicht ganz im Klaren. Aber ich geh jetzt einfach mal los und wenn die Abzweigung kommt, dann hol ich tief Luft und setze immer einen Fuß vor den anderen.