Freitag, 31. Mai 2013

Immer wieder was Neues...

Mist.Mist.Mist.
Auch diesen Zyklus können wir vergessen. Wird nichts werden mit nem Inselbaby.

Beim Ultraschall wurde eine 3,5 cm große Zyste entdeckt. Funktionale Zyste, bisschen eingeblutet, sagt Frau Doktor.

Also können wir dieses Mal noch nicht mal probieren, ob weniger Clomi auch ausreicht. Stattdessen heißt es abwarten, ob sich diese dämliche Zyste zurückbildet. Wehe, wenn nicht! Warum konntest du doofes Ding nicht einfach springen, wie deine beiden Kolleginnen, und einfach so "verschwinden"... ?

Mein Grapefruitsaft-Experiment hat sich auch erledigt. Verträgt sich nicht mit dem Metformin. Ich habe aber heute mal gefragt, wie hoch die GMSH beim letzten Versuch aufgebaut war: 6 mm am 12 ZT. Das fand Frau Doktor ok, die wäre ja auch noch ein bisschen gewachsen meint sie, wenn wir 2 Tage später ausgelöst hätten. Also wenigstens an dieser Front kein weiterer Rückschlag. Sie meint außerdem dass sich, wenn ich - dann hoffentlich im nächsten Zyklus - mit weniger Clomi stimuliere die Schleimhaut noch besser aufbauen dürfte.

Und so hat sich meine Warteschleife statt von zwei auf vier Wochen verlängert. Mist.Mist.Mist.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Sauer macht lustig

Ein Selbstversuch im Kinderwunsch. 

Nachdem ich in meiner Anfangsphase noch ganz hoffnungsvoll Kindlein-komm-Tee in mich reingekippt habe und der wirklich wie altes Heu schmeckte, nun der nächste Selbstversuch. Grapefruitsaft. 4 Liter von 3 verschiedenen Herstellern. Denn das soll den Aufbau der Schleimhaut unterstützen. Clomifen "arbeitet" ja bekanntlich dagegen. Hab ich gelesen. Und Saft kann ja eigentlich nicht schaden, denk ich mir. Ob das genauso ein Mythos ist wie Tomatensaft im Flugzeug, ich habe keine Ahnung. 

Morgen ist Ultraschall. Da kann ich dann endlich nachfragen, wie denn tatsächlich meine Schleimhaut beim letzten bzw. ersten Clomi-Versuch war. 

Ist es nicht komisch, dass man, obwohl man sich einerseits mit Hormonen vollstopft immer noch an "Alternativen" glaubt?

Mittwoch, 29. Mai 2013

auf und ab ...

Was für ein auf und ab momentan...

Gestern abend hat Madame M. sich dann doch entschlossen, mir nicht nur ne Stippvisite abzustatten, sondern jetzt erstmal für ein paar Tage zu bleiben.

Wahrscheinlich hat sie alle eure lieben, mitfühlenden und auch dampfmachenden Kommentare gelesen und es sich nochmal überlegt...

Für Freitag haben ich also einen Termin zum Ultraschall und Blutabnehmen...

Urlaubsbedingt wäre am 10 ZT die letzte Möglichkeit für Folli-TV in diesem Zyklus. Jetzt bin ich natürlich unsicher, ob das ausreicht um beurteilen zu können, ob und wann wir auslösen können. Beim letzten Mal hatte ich mit 5 x 1 Clomifen am 12 ZT drei Eierchen mit 13-14 mm Größe. Dieses Mal soll ich ja nur die Hälfte an Clomi nehmem, damit wir maximal 2 haben. An ZT 12 sind wir schon auf ner Insel und dort gibt es keinen Gyn, der "mal eben gucken könnte" ...

Man ist das ein Gekasper...

Montag, 27. Mai 2013

reingefallen...

Ätschibätsch. Reingefallen, sagt die Mens. 

Da hatte ich mich gestern zu früh gefreut, heute tut sich nix mehr. Menno.

Sonntag, 26. Mai 2013

Hipp hipp hurra...

die Mens ist da!

Scheinbar hat meine ehrlich gemeinte Entschuldigung Früchte getragen...

Komme vorhin aus dem Bad, übers ganze Gesicht grinsend. 

Er: "Warum grinst du denn so, ist was?"
Ich: "Ich habe meine Tage gekriegt!" *strahl*
Er: "Vor ein paar Monaten hättest du darüber noch geheult."

So ändern sich die Dinge...

Morgen ruf ich in der KIWU an, für den Kontroll-Ultraschall. Vom Timing ist es genauso wie beim letzten Mal. Wenn dann alles klappt, fahren Ovitrelle und Utrogest mit uns in den Urlaub und wir holen das nach, was vor 3,5 Jahren in unseren "Flittertagen" nicht möglich war.

Freitag, 24. Mai 2013

Liebe Mens, bitte entschuldige...

ich habe mich dir gegenüber in den letzten 23 Jahren ziemlich oft ziemlich mies benommen.

Als du das erste Mal zu mir gekommen bist, war ich am Boden zerstört. Habe geheult und dich verflucht und dich auch ein bisschen gehasst. Denn ich fand, du hättest ruhig noch ein bisschen warten können. Der Umgang mit dir war sehr lange sehr schwierig für mich und ich war nicht traurig drum, dass du ein eher unregelmäßiger Gast warst. 

Später habe ich mich dann an dich gewöhnt, aber gemocht habe ich dich nie. Unser Verhältnis hat sich eigentlich erst gebessert, als du wegen der Pille nur noch sehr kurz da warst und das auch noch schön nach Fahrplan. 

Als wir dann vor etwas mehr als 3 Jahren begonnen haben, den Kinderwunsch anzugehen, hat sich unser Verhältnis wieder geändert. Denn da hast du mir entweder gezeigt, dass ich wieder "versagt habe oder - und das war fast noch schlimmer - mich in einer falschen Sicherheit gewiegt, weil du einfach mal wieder weggeblieben bist. Wenn du dann gekommen bist, hast du keine Rücksicht auf Verluste genommen. 

Ich kann verstehen, dass du nun irritiert warst, dass ich dich letzten Monat herbeigewünscht, herbeigesehnt habe. Wenn ich gekonnt hätte, ich hätte eine Blaskapelle engagiert, die zu deiner Ankunft spielt. Wahrscheinlich bist du deshalb nochmal für zwei Tage verschwunden, nachdem ich die ersten Anzeichen deiner Ankunft auf der Flughafentoilette entdeckt habe. 

Du hast dir sicher genauso wenig wie ich gewünscht, dass diese Beziehung so kompliziert wird. Du hast es mir nicht immer leicht gemacht - ich dir aber mit Sicherheit auch nicht. Deshalb möchte ich dich an dieser Stelle um Entschuldigung bitten. 

Wie wäre es, wenn du jetzt am Wochenende mal kommen würdest? Wir könnten zusammen morgen abend das CL-Endspiel gucken und der 2. Tag, wenn du mich am meisten schaffst, fiele auf einen Sonntag, wir könnten es uns auf dem Sofa ganz gemütlich machen. Ich würde es dir schön warm und kuschelig machen, was hälst du davon?

Denn wenn du jetzt kämst, wäre es nicht das Ende von etwas, sondern die Chance auf einen Anfang.

Und wenn wir uns dann nach ein so zwei bis drei deiner Besuche ausgesöhnt haben, dann gönn dir doch einfach mal ne Pause von mir. So 9-10 Monate könnte ich dich entbehren. Mach doch einfach mal richtig lange Urlaub - nach 23 Jahren hast du dir das echt verdient. 

LG
ZweiLinien


Sonntag, 19. Mai 2013

es zwickt und zwackt

Nein. Ich bilde mir das nicht ein. Es zwickt und zwackt in mir drin. Eindeutig - rechts, da wo die Follis hoffentlich vor einer Woche gesprungen sind. Jetzt frage ich mich: was ist das? Blöde Warteirei. Momentan wünsche ich mir, dass mein Mann Gynäkologe wäre und in seinem Arbeitszimmer ein Ultraschallgerät statt einem Mega-PC stehen hätte und wir mal eben schnell nachgucken könnten, ob da in mir drin alles in Ordung ist. Leider hat er einen in dieser ganzen Kinderwunschsache total unnützen Beruf erlernt und so sitze ich hier weiter an Zyklustag 21, einem sonnigen Pfingstsonntag und hoffe, dass das was da in mir zwickt und zwackt keine Zyste ist, sondern vielleicht doch einfach nur Einbildung.

Donnerstag, 16. Mai 2013

We proudly present...



…. Nachwuchs in der Blogwelt!

Denn Lene vom Blog "Klapperstorch gesucht" und ich haben ein gemeinsames Baby!

Wir haben eine Zeit lang im Stillen daran gebastelt und nun erblickt es das Licht der Welt:


Aber warum ein gemeinsamer und neuer Blog? Es gibt doch schon viele zum Thema Kinderwunsch.
Richtig, die gibt es! Allerdings sind sie manchmal schwer und nur durch Zufall zu finden. Es gibt tolle Blogs, die aber kaum gelesen werden, weil sie bisher unentdeckt blieben. Als wir anfingen, im Netz nach Kiwu-Blogs zu suchen, merkten wir, dass es eigentlich mehr nach dem Zufallsprinzip abläuft, ob man einen Blog findet, der einen auch interessiert. Meist ging der Weg über Kommentare und Link-/Bloglisten auf anderen Blogs. Da kam die Idee auf, dass es doch eigentlich ganz schön wäre, wenn es einen „Mutterblog“ geben würde, auf dem ein Verzeichnis aller Blogs, die mitmachen möchten, zu finden ist. Der Mutterblog soll also quasi ein Ort sein, an dem man
  • eine Übersicht über Kiwu-Blogs finden
  • neue „Betroffene“ kennen lernen kann
  • andere auf seinen eigenen Blog aufmerksam machen kann
  • auf Bloginhalte stößt, die einen interessieren – wo man Interessen teilen kann
  • sich mit seinen Kinderwunschsorgen nicht alleine fühlt
  • Informationen nicht von irgendwelchen „Theoretikern“, sondern Erfahrungen und Erlebnisse von Betroffenen erfährt

Kinderwunschblog Blogschwestern = sozusagen das Netz im Netz!




Ich sehe was...

was ihr nicht seht....

;)

Dienstag, 14. Mai 2013

Warteschleifenmathematik

Ich gebe zu, Mathe war noch nie meine größe Stärke. Weder Kopfrechnen in Klasse 2 noch Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Oberstufe. 

Trotzdem sitze ich jetzt hier und rechne. Warteschleifenmathematik. Wir fahren jetzt doch für eine Woche in den Urlaub. So halb-spontan. Am 8.6. gehts los. Jetzt rechne ich, wie unsere Chancen stehen, dass die Mens so rechtzeitig kommt, dass ich vorher noch einen Kontroll-Ultraschall am Zyklusanfang und einen Kontroll-Ultraschall nach Stimu mit der reduzierten Clomifen-Dosis hinkriege. 

Im letzten (ersten unter Clomifen) Zyklus hatte ich an ZT 11 drei Eizellen mit 13-14 mm. Aber wir haben ja nicht ausgelöst. Also weiß ich nicht genau, wann der Eisprung ist. 

Wenn also der letzte mögliche Ultraschall-Termin vor dem Urlaub der 7.6. ist und das am 10 oder 11 ZT stattfindet, müsste ich also spätestens am 27./28.5. meine Mens kriegen... das wäre dann ein Zyklus von 29 oder 30 Tagen. Liegt im Bereich des Möglichen, mein Zyklus schwankt zuletzt zwischen 28-31 Tagen. Vorausgesetzt, ich hatte am vergangenen Wochenende einen Eisprung. 

Oder ich kriege meine Mens erst in der Woche vor dem Urlaub, das ginge ja auch, dann hätte ich den Kontroll-Ultraschall am Zyklusanfang und könnte im Urlaub mit Clomi beginnen und den Ultraschall direkt danach machen...

Leider kann ich Mathegenie nicht ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für diese Möglichkeiten ist. Und es würde - wahrscheinlich - auch nichts nützen, denn mein Körper macht mit Sicherheit was er will. 

Am besten packe ich meinen Rechenschieber an die Seite und warte. Denn im Gegensatz zu Mathe bin ich darin mittlerweile geübt.

Freitag, 10. Mai 2013

Versuchsabbruch und trotzdem happy

Heut mal im Telegrammstil: 

Erster Versuch mit Clomifen. 5 x 1 Tablette. Ergebnis12 ZT: 3 schöne Folikel! 2 x 14 mm,   1 x 13 mm. Ziemlich heikel, was das Mehrlingsrisiko angeht, deshalb werden wir diesen Versuch hier abbrechen. Mir gehts trotzdem super damit, denn eigentlich wollten wir uns ja mit diesem Versuch langsam herantesten und sehen, wie ich auf die Hormone reagiere. Also kein Beinbruch. Wir haben 3 Jahre gewartet, dass endlich was passiert und ich habe das Gefühl, ich muss da jetzt nicht mit der Brechstange ran. Also den Rest des Zyklus verhüten, auf die Mens freuen, dann nochmal Ultraschall und gucken, dass keine Zysten da sind. Dann starten wir erneut mit 5 x 1/2 Tabeltte Clomifen. Die ich im übrigen ziemlich gut vertrage, keine Probleme bis jetzt. Ich habe sogar gespürt, dass die rechte Seite die aktive war, gestern abend auf dem Sofa hat es dort gezwickelt und gezwacklt. Heute hat sich das Gefühl dann bestätigt. 

So bleibt die Spritze erstmal im Kühlschrank und ich kann endlich zu meinem Herzensmann ins (für ihn schon begonnene) lange Wochenende mit dem Freundeskreis hinterher düsen. 

Euch allen ein schönes Wochenende!

Sonntag, 5. Mai 2013

Leben zu Viert

Seit 3 Tagen führen wir eine Ehe zu Viert. Er, ich, Hormon-Er und Hormon-Ich. 

Ich muss sagen, es ist harmonischer als ich dachte. Aber wahrscheinlich sind wir noch in der Anfangsphase. Die Hormon-Persönlichkeiten haben sicher noch die rosarote-Verliebtheitsbrille auf, sie kennen sich ja erst ganz kurz. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn es so bliebe. Wahrscheinlich habe ich da wohl die rosarote Illusionsbrille auf. Wir warten ab und werden sehen. 

Am Mittwoch habe ich mit meiner - ich sage jetzt mal ehemals besten - Freundin telefoniert. Natürlich kam das Gespräch auch wieder auf den Kinderwunsch. Sie versuchen seit Anfang letzten Jahres ebenfalls ein Baby zu bekommen, nach dem es beim ersten Versuch direkt geklappt hatte, hatte sie leider eine Fehlgeburt im 2 Monat. Seitdem hat es nicht wieder geklappt. Eigentlich sollte man meinen, dass sie von allen meinen Freundinnen, die Bescheid wissen (ungefähr eine Handvoll), am besten verstehen kann wie es mir geht oder wie ich mich fühle. Sie ist ja selbst in einer ähnlichen Situation. Aber Pustekuchen. Denn eine Sache unterscheidet ihre und meine Situation ganz gewaltig: gesundheitlich ist bei ihnen alles ok - anders als bei uns. Scheinbar geht das aber nicht in ihren Kopf. Oder aber sie hört mir nicht zu. Denn sonst würde sie mir nicht so selten dämliche Ratschläge geben: 

1. das Geld für Persona bzw. Ovutests könne ich mir sparen, sie hat  nach 2 Monaten aufgehört, denn jeden morgen auf ein Stäbchen pinkeln findet sie bescheuert. GVnP übrigens auch. 

2. Ihre Frauenärztin hat gesagt, jeden zweiten Tag "zusammensein" wäre optimal, dann klappts schon irgendwann. Wäre doch auch schön, immer einen Grund zu haben. 

Ja, meine Liebe, steck dir das mal an den Hut, denn ohne Eisprung und mit derzeit nicht so tollem SG können wir so viel versuchen, wie wir wollen - eine Schwangerschaft ohne medizinische Hilfe wäre ein größeres Wunder als die unbefleckte Empfängnis der Heiligen Maria. 

Dann habe ich von unserem tollen Termin in der Kinderwunschklinik erzählt, von der netten, verständnisvollen Ärztin, davon dass es schon bald mit der hormonellen Unterstützung für mich losgeht und wie sehr ich mich darüber freue, dass jetzt endlich was passiert. Tja, und was dann kam, hat mich echt aus den Socken gehauen: Nee, Hormone finden sie überhaupt nicht gut. Würden sie nie machen. Das wären solche Hammer, die hätten ganz schlimme Nebenwirkungen. Ihr Mann würde nie zustimmen, dass sie Hormone nimmt. Wenn es nicht auf normalem Wege klappt, dann kriegen sie halt keine Kinder und sind trotzdem glücklich, auch wenn ein Kind ihr größter Wunsch wäre.

Mmmpf. Warum habe ich das Gefühl, dass ich etwas Verwerfliches tue, mit meinen Kinderwunschweg?
Wahrscheinlich trifft es mich deshalb so sehr, weil ich immer denke, sie könnte meinen Wunsch nachvollziehen.

Jedenfalls habe ich beschlossen, dass ich zukünftig mit ihr nicht mehr über den Kinderwunsch sprechen werde. Denn ich möchte und werde mich nicht rechtfertigen für Entscheidungen, die ich mit meinem Mann als für uns "richtig" empfinde. 

Solange die Hormon-Wirs sich halbwegs anständig benehmen, ist alles gut. 



Donnerstag, 2. Mai 2013

Zartbesaitet???

Nach der Blutabnahme in der letzten Woche hatte ich einen ziemlich fetten Bluterguß am Arm. Meine Venen sind sehr dünn und schlecht zu finden. Deshalb merke ich mir seit Jahren die eine, einzige Vene mit der es (meistens jedenfalls) klappt. Letzte Woche nicht auf Anhieb, aber dann ging es. Resultat wie gesagt ein richtig schöner Bluterguss. Da ich ja wusste, dass ich heute wieder dran bin, war ich in der Apotheke und habe mir eine Salbe geholt, damit heute wieder alles schön ist. Das habe ich in 2 kurzen Sätzen auch der Schwester erzählt, die mir heute das Blut abgenommen hat. Darauf hin sie: "Ja, sehe ich. Sie haben ganz zarte Venen. Naja, sie sind ja auch zartbesaitet." 

Häh? Hab ich was verpasst? Die hatte mich grad mal 2 Minuten lang gesehen. Ich bin nicht zartbesaitet. Ich habe mir letztes Jahr mit nem geprellten Arm eben aus diesem geprellten Arm 4 mal Blut abnehmen lassen und bin erst nach dem Arzttermin ins Krankenhaus, obwohl ich mich vor Schmerzen kaum rühren konnte. 

Das habe ich ihr dann aber nicht mehr gesagt. Ich habe hingeguckt, als sie die Nadel in mich reingestochen hat und ich habe mit keiner Wimper gezuckt. Vielleicht schicke ich ihr mal den Herzensmann, denn wenn sie meint, ich wäre was Blutabnehmen angeht ein Mimöschen, dann hat sie ihn noch nicht gesehen. Er hat einfach schrecklichen Schiß vor Spritzen und Nadeln aller Art und kann kein Blut sehen. 

Das bedeutet auch, dass ich in dieser Hinsicht wohl selbst durch die Spritzenprozedur muss. Als die Ärztin uns das letzte Woche mit der Auslösespritze erklärte und meinte, oft machen das auch die Männer, da hab ich die blanke Panik in seinen Augen gesehen. Da ich ihn kenne, war mir das schon vorher klar. Und wenn ihr das schafft, schaffe ich das auch! 

Jedenfalls habe ich jetzt die ersten Medis zuhause. Clomifen, Ovitrelle und Uterogest. Morgen geht es los mit Clomifen, 5 Tage eine Tablette. Nächsten Freitag wieder Ultraschall.

Es ist schon komisch, dass jetzt alles so schnell geht.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Erstgespräch ... und voll mitten drin

Heute vor einer Woche war der Abend vor dem Erstgespräch. Ganz schön nervös war ich da noch. Völlig unbegründet. Das der Bericht erst jetzt kommt, möge man mir verzeihen. Die sehr seltene Zeit mit meiner Schwester habe ich intensiv genutzt und genossen. Der Akku, der seit Monaten so leer war, dass nichts möglich war, ist aufgeladen und zwar ziemlich gut. Sicherlich hat der Termin in der KIWU auch seins dazu beigetragen. 

So, und was ist jetzt Sache? 

Nach dem üblichen Formalitäten, kurzen Fragebogen ausfüllen, Perso, Krankenkarte und alle bisherigen Untersuchungsergebnisse abgeben mussten wir noch ein paar Minuten warten. Nicht so schlimm, weil der Herzensmann nämlich ein bisschen spät dran war, nix geht über ÖTV am wärmsten Tag der Woche. Der Arme sah total fertig aus, als er ankam. So hatte er noch ein paar Minuten zum durchatmen.

Dann wurden wir aufgerufen und die Ärztin kam uns entgegen, um uns in Empfang zu nehmen. Irgendwie war sie mir auf Anhieb symphatisch. Sie hatte schon unsere Unterlagen auf dem Tisch ausgebreitet und sagte gleich, dass es super wäre, das wir schon alles so detailliert mitgebracht hätten, sie hätte sich schon ein bisschen eingelesen und sich so ein erstes Bild machen können. Ich hatte auch eine Kopie meines Kalenders von Ende 2011 bis jetzt mitgebracht, in dem ich meine Zyklen eingetragen hatte. Sie fand meinen Zyklus "total unberechenbar" und meinte, es wäre kein Wunder, dass ich damit nicht schwanger geworden wäre. Da ich auch markiert hatte, seit wann ich das Metformin nehme und man deutlich sehen konnte, dass der Zyklus ab da sofort regelmäßig und immer zwischen 28- 33 Tagen war, war sie ganz begeistert, dass ich scheinbar so gut darauf anspreche. Auch meine anderen Werte, FSH und Testosteron vom August 2012 waren in Ordnung. Meine Schilddrüsenwerte fand sie sehr gut und fragte nach der Medikation. Die ich ja nicht habe. Also, meine Schilddrüse arbeitet auch super, sagt sie. Gewichtsabnahme auch prima. Bei mir sieht sie also bisher hauptsächlich das Problem der Eizellreifung. Was mir eigentlich auch schon reicht. Mehr muss ich nicht haben. Nö. 

Tja, dann kamen die Spermiogramme dran. Den Arzt, der die Untersuchungen gemacht hatte, kennt sie und er hätte sehr gute Therapieansätze. Das sehr unterschiedliche Ergebnis konnte sie sich auch nicht erklären, denn eigentlich geht es dem Herzensmann gesundheitlich jetzt besser als vor 2 Jahren, als das gute SG gemacht wurde. Zum Glück sind die 3 Monate mit Tamoxifen Mitte Juni rum. Dann gibts nochmal ein Kontroll-SG und danach ist Schluss damit, also mit den Hormonen. Entweder hat es dann was gebracht oder nicht. Danach gibts Folsäure und Zink. Von dem Ergebnis hängt dann ab, ob welchen Abkürzungsweg wir wählen - ein Zwischending zwischen beiden Ergebnissen wäre ihr schon recht, okay, mal sehen. 

Aber dieses Mal muss ich nicht wieder untätig warten bis Ende Juni, dass etwas passiert. Nein, ich bin schon mittendrin. Denn wir haben - wie schon gesagt - einen Plan. Der heißt Zyklusmonitoring und Clomifen. Pah, sagen vielleicht einige Abkürzungsdamen, alter Hut. Im Westen nix Neues. Für mich ist es der erste kleine Schritt. Der Termin letzte Woche war an ZT 29. Da noch nichts zu sehen war, habe ich mit der Mens an Tag 33 gerechnet. Und deshalb meinen Urlaub gleich mal etwas verkürzt. Zwischen ZT 2-5 im neuen Zyklus sollte ich also zum Ultraschall und Blutabnahme kommen, Hormonstatus, AMH-Bestimmung. Damit wir überhaupt mal sehen, wo ich hormonell so stehe im Moment und damit wir schauen können, wie mein Körper auf die "Unterstützung" reagiert. Damit wir dann, wenn es "ernst" wird, da nicht noch rumdoktern müssen und vielleicht schon mal ein Gefühl haben, wann es "genug" ist. 

Als sie uns diesen "Plan" dann erklärt hat, dieses Gefühl kann ich nicht beschreiben. Mir sind hunderttausend Steine von der Seele gefallen. Ein paar Tränchen sind wohl auch geflossen. Einfach vor Erleichterung. Weil jemand uns endlich mal wirklich Ernst nimmt und mit unserem Problem auch nicht überfordert scheint. Im Gegenteil, da ist jemand, der sagt, "ich kann nicht garantieren, dass es sofort klappt, aber wir haben einen Plan und wir werden alles daran setzen, dass Sie 2013 schwanger werden." Ich weiß auch, dass es sein kann, dass es in diesem Jahr nicht klappt, ich weiß, dass es oft auch länger dauert. ABER da ist jemand, der diesen Weg mit uns geht. Ich war so unendlich erleichtert, ich hätte beim Essen nachher fast auf mein Tiramisu geweint. Nachts bin ich wach geworden, das ganze Gespräch ist mir wieder durch den Kopf gegangen, wieder Erleichterung, wieder Tränen. Nach 3 Jahren, in denen gefühlt nichts passiert ist, geht es endlich los. 

Morgen also der nächste Termin.